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Medialer Rassismus belastet Deutsch-Türkische Community

Medialer Rassismus belastet Deutsch-Türkische Community

Der Hype um das Verfassungsreferendum in der Türkei offenbart das hässliche Gesicht von Politik und Medien. Rassistische Schlagzeilen auf den Titelseiten der Leitmedien und Äußerungen von Politikern sind zur Normalität geworden – die Deutsch-Türkische Community befürchtet eine Hexenjagd auf „Erdogan Freunde“.

Die Parteiführung Allianz Deutscher Demokraten verurteilt die zunehmende Verrohung der Sprache gegen türkische Mitbürger in Deutschland und die Einflussnahme auf ein ausländisches Referendum das mit Bundesbürgern nichts zu tun hat. Remzi Aru, der Vorsitzende der Partei sagte „die krankhafte anti-türkische Fixierung der Medien zeugt von einem tief sitzenden Rassismus, der Springer Stiefel trampelt auf der zarten Pflanze der Integration“. Medien missbrauchten vereinzelte türkische Gäste oder Politiker in ihren Sendungen um Meinungsvielfalt zu suggerieren, tatsächlich werden jedoch Personen mit Nähe zu radikalen Gruppierungen bevorzugt und liberale türkische Sprecher der basisdemokratischen Bewegung zum Schweigen gebracht. Die systematische Unterdrückung und mediale Hetzkampagnen mit Falschnachrichten im Zusammenhang mit der Türkei erregt zunehmend den Zorn der Deutsch-Türkischen Community und schürt zugleich Ängste vor einem neuen Rechtspopulismus.

Deutschland ist weltweit isoliert mit seiner Haltung. Bis auf die durch den rechten Wahlkampf gebeutelten Österreicher und Holländer ist das türkische Referendum in keinem Land zu solch einem Politikum geworden wie hier. „Deutsche Medien und Politik sind sehr bemüht von den offensichtlich relevanten Themen für uns Bundesbürger abzulenken; etwa die Stationierung von 4000 Nato-Soldaten an der Osteuropäischen Flanke gegen Russland“, so Aru. „Weiterhin sollten wir uns in Deutschland Sorgen über die Beeinflussbarkeit von Justiz und Banken machen“, er spielte damit auf die systematische Unterdrückung der Parteiaktivitäten der Allianz Deutscher Demokraten an. „Vielleicht können wir von der Türkei mehr über basisdemokratische Prozesse lernen als uns von BILD & Co. erklärt wird, dort wird das Volk offensichtlich öfter gefragt als bei uns – ich kann mich nicht daran erinnern wann in Deutschland zuletzt eine so lebhafte Diskussion über einen Volksentscheid geführt wurde“.

Die Allianz Deutscher Demokraten wurde im Juni 2016 gegründet, die Vorsitzenden heißen Remzi Aru und Ramazan Akbas. Die Partei setzt sich für die gesellschaftliche Gleichberechtigung von Menschen mit Migrationshintergrund, gegen deren kulturelle Assimilierung und sprachliche Ausgrenzung ein. Wirtschaftlich fordert die Partei eine Reduktion der staatlichen Regulierung der Märkte und ein Ende des Wirtschaftslobbyismus mit mehr sozialer Marktwirtschaft. Die Partei steht fest hinter der Europäischen Idee und distanziert sich von jeglichem politischen Extremismus.

(383 Wörter / 2508 Zeichen)

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