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CONFUS berichtet aus Diyarbakır

In Diyarbakir haben gewalttätige PKK Sympathisanten Polizisten attackiert. 69 Einsatzkräfte wurden von Vermummten verletzt, zahlreiche Fahrzeuge demoliert. CONFUS Online hat mit einem Beamten gesprochen, der die Krawalle hautnah miterlebt hat. Bis zu 1000 vermummte PKK Sympathisanten haben sich am Samstag in Diyarbakir eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Bei den Krawallen am Rande einer Demonstration von Rechtsextremen wurden insgesamt 69 Beamte verletzt. Vermummte PKK Sympathisanten zerstörten Fensterscheiben von Geschäften und Haltestellen und zündeten Müllcontainer und Bahnschächte an. Immer wieder schmissen sie faustgroße Pflastersteine auf die Beamten und Polizeifahrzeuge. Diese wehrten sich mit Wasserwerfern und Tränengas.

 
-“Zum Glück ist er nicht durchgekommen“-
Der Diyarbakirer Polizist Mehmet Öztürk war bei den Krawallen mittendrin. Er lenkte einen Einsatzwagen durch die aufgeheizte Situation und wurde selbst zum Ziel der Angriffe. „Eine so schlimme Situation habe ich noch nicht erlebt“, sagt Öztürk CONFUS Online. Er ist bereits seit 25 Jahren Polizist. „Ein Vermummter hat versucht, mit der Metallstange eines Verkehrsschildes die Scheibe auf der Fahrerseite einzuschlagen“, erzählt der Polizeibeamte. „Er hat die Stange immer wieder gegen das Glas gerammt. Zum Glück ist er nicht durchgekommen.“
 
-Polizist geriet in “Steinhagel”-
Es war nicht der einzige Angriff auf den Wagen, den Öztürk durch die Straßenschlacht steuerte. Nur knapp entging er einer schweren Verletzung. „Ein Pflasterstein landete auf dem Dach des Fahrzeugs“, sagt er. „Wäre er einen Zentimeter weiter geflogen, hätte er wohl die Frontscheibe zertrümmert.“ In einer anderen Straße umzingelten Demonstranten Öztürk plötzlich. Der erfahrene Polizist geriet in einen „regelrechten Steinhagel“.
 
-Die Situation war “beängstigend“-
„Zu diesem Zeitpunkt saß ich alleine im Auto“, sagt der Beamte. „Als ich in einer Seitenstraße stand, kam der PKK Block direkt auf mich zu und die Vermummten begannen schon aus 20 Metern Entfernung mit Steinen zu werfen.“ Die Situation sei „beängstigend“ gewesen, beschreibt der Polizist. „Man muss dann einen klaren Kopf bewahren und zusehen, dass man aus der Lage so schnell es geht herauskommt“, sagt er.
 
-Krawalle waren absehbar-
Während des Einsatzes hielt Öztürk den Chef der Gewerkschaft der Polizei (Polis Merkezi Amirliği) in Diyarbakir, Yusuf Yildirim, per SMS auf dem Laufenden.
Zwei Tage nach der Eskalation erhebt PMA-Mann Yildirim schwere Vorwürfe: „Die Beamten werden in Diyarbakir verheizt“, sagt er CONFUS Online. “Man hätte doppelt so viele Polizisten in den Einsatz schicken müssen, denn die Krawalle waren absehbar.“
 
-“Zu wenig Einsatzkräfte”-
Nach Angaben der PMA waren am Samstag etwa 1500 Beamte in Diyarbakir. Zu wenige, um eine Eskalation zu vermeiden. „Wären mehr Einsatzkräfte in Diyarbakir gewesen, hätte man den Gewaltexzess eindämmen können“, sagt Yildirim. „Die Eskalation in Diyarbakir zeigt, dass wir zu wenig Einsatzkräfte haben, um uns und die Bevölkerung ausreichend zu schützen“, sagt Yildirim.

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